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Neuigkeiten vom BILENU Projekttagsteam

Dieses Wochenende hat sich das Projekttagsteam im schönen Tübingen getroffen, um neue Ideen für Projekttage zu sammeln.
Foto 2Schon beim letzten Seminar in Göttingen sammelten wir mit dem gesamten Team Ideen für interessante Themen. Am Samstag arbeiteten wir an dem Thema: „Entwicklung: Was ist das?“ in Bezug auf die Vorteile aber auch Kritik an Entwicklungshilfe- ein Thema, welches wir in Tansania alle hautnah erlebten. Nachdem wir einige Bücher, Videos und Lexika gewälzt und viele kreative Ideen eingebracht haben, hoffen wir einen spannenden Projekttag auf die Beine gestellt zu haben!

Den Sonntag widmeten wir einem Projekt, mit Foto 4dem wir hoffen den Austausch zwischen deutschen und tansanischen Schülern zu verstärken!
Hierzu entwickleten wir ein Konzept, welches über mehrere Projekttage gehen soll. Die deutschen und tansanischen Schüler bekommen die Chance, der jeweiligen gleichaltrigen Klasse Fragen zu stellen, die sie interessieren. Anschließend sollen mithilfe des Teams in Deutschland und der Freiwilligen in Tansania ein Austausch der Fragen stattfinden. So hoffen wir, die jeweiligen Lebenswelten der Schüler für beide Seiten erfahrbarer zu machen. Theoretisch wird dies eingebettet in eine Einheit zu Globalisierung, mit besonderem Fokus auf der kulturellen Globalisierung.

Wir haben ein spannendes und produktives Wochenende hinter uns, und hoffen unsere Ideen bald in Klassenräume verwirklicht zu sehen.

Euer BILENU Projekttagsteam,

Anna, Valerie, Ina und Marit

Neues aus Tandale

Zu Beginn des Jahres 2015 fanden wieder einige unserer Patenkinder aus dem Kizito-Center in Tandale eine Ausbildungsstelle. Zwei von ihnen werden bereits seit 2013 über BILENU gefördert: Selemani wird ab diesem Jahr auf eine Oberschule gehen, um den Abschluss anzustreben, der dem deutschen Abitur entspricht. Saidi hat den höchsten Schulabschluss bereits erfolgreich gemeistert und wird von nun an in seinem Jura Studium an der Universität unterstützt.
Die Jugendlichen, die ihr Jahr im Kizito gerade beendet und seit 2015 neu in der BILENU-Förderung sind, verteilen sich folgendermaßen:

  • 3 von ihnen gehen auf eine Sekundarschule
  • 6 Schüler besuchen ein Internat und machen dort eine Ausbildung zum Tischler
  • 2 Schülerinnen lernen Friseurin
  • und 3 Hotelmanagement
  • 2 Schülerinnen machen einen 1-jährigen Erste-Hilfe-Kurs, darauf aufbauen können sie evtl. eine Ausbildung zur Krankenschwester machen.
  • 1 Schüler wird dabei unterstützt seinen Führerschein zu machen, um seinem Traum näher zu kommen Chauffeur zu werden.

Außerdem haben die ersten unserer Stipendiatinnen Ende letzten Jahres im Salome-Center in Tandale (Dar-es-Salaam) erfolgreich ihre Ausbildung zur Näherin beendet. Zum Abschluss dieser Ausbildung möchte das Kizito ihnen gerne eine Nähmaschine finanzieren, damit sie sich selbständig machen und direkt mit der Arbeit beginnen können.
Eine gebrauchte Näh- und Stickmaschine, wie sie die Absolventinnen benötigen, kostet ca. 250 Euro, was keine ihrer Familien aufbringen kann. Aus diesem Grund ist das Kizito für jede Unterstützung dankbar, die dabei hilft, insgesamt 5 dieser Nähmaschinen zu finanzieren.

BILENU Seminar in Göttingen

Ende Februar trafen wir uns in Göttingen zu einem sechstägigen Seminar. Besonders war, dass das Team erstmals verstärkt durch fünf weitere tatkräftige Mitarbeiterinnen aus dem Kreis ehemaliger Tansaniafreiwilliger zusammentraf.
Außer Kennenlernen stand erneut viel Organisatorisches auf dem Programm. Neben den Berichten aus den Teams und der Erarbeitung neuer Teilziele, stellten die Vereinsgründung sowie die Logoentwicklung Kernthemen dar. Außerdem erarbeiteten wir einen genauen Plan zur Förderung der Schüler*innen in Tansania, in dem wir festlegten unter welchen Umständen und für wie lange wir fördern wollen. Dieser Förderungsplan verdeutlicht unsere Schwerpunkte, beispielsweise den Fokus auf eine relativ langfristige Sicherstellung der Förderung, und macht unser Handeln in Tansania für alle in Deutschland transparenter.
Doch auch die inhaltliche Weiterbildung kam nicht zu kurz.

In einem Workshop zum Thema „Migration und Flucht“ schlüpften wir in die Rolle von Flüchtlingen auf dem Weg nach Deutschland. Gründe zur Flucht, Geldprobleme, die Strapazen der Reise, bürokratische und kulturelle Schwierigkeiten sowie die Willkür und Skrupellosigkeit der Schlepper konnten bei diesem Rollenspiel zumindest ansatzweise nachempfunden werden- Hilflosigkeit machte sich breit beim Ausfüllen eines Aufnahmebogens in einer vollkommen fremden Sprache und Hektik, als alle gleichzeitig versuchten durch den schmalen Tunnel über die Grenze zu kommen. Das zwar präsente aber doch ferne Thema, wurde so plötzlich zu einem sehr persönlichen.

Ein Referent der Bildungsagenten führte mit uns ein Oasis Game durch. Dabei ging es darum unentdeckte Ressourcen wahrzunehmen, sich gegenseitig wertzuschätzen, einen gemeinsamen Traum zu entwickeln und diesen im Kleinen in kurzer Zeit umzusetzen. Unser Traum: Wir wollen unsere Tansania-Erfahrungen weitergeben und ein Verständnis für die Vielfalt der Welt schaffen. So kam es dazu, dass wir eine große Essenstafel in der Göttinger Fußgängerzone aufbauten und Passanten einluden mit uns tansanisch zu Essen. Einige nahmen das Angebot an und es entstanden interessante Gespräche.
Neben weiteren Projektstunden in Deutschland und der Unterstützung der tansanischen Schüler*innen stehen die Vereinsgründung, die Logoumsetzung sowie die Ausarbeitung eines eigenen Workshops als nächste Projekte an.

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