Unsere Vision

Am Anfang eines jeden Vereins steht ein Traum – eine Vision, die sich erst in eine konkrete Idee, dann langsam, Stück für Stück in die Wirklichkeit verwandelt. So auch bei uns: Manche unserer Ideen konnten wir bereits realisieren, an anderen arbeiten wir aktiv, von manchen sind wir noch ein Stück entfernt und vielleicht gibt es auch Träume, die Träume bleiben. Unser Verein Bildung ist Leben – Elimu ni Uhai verfolgt unterschiedliche Ziele, um unsere Träume und Visionen nicht aus dem Blick zu verlieren, wollen wir sie Ihnen hier kurz vorstellen.

Partnerschaft

Vorurteile und Klischees sind in jeder Gesellschaft vorhanden. Sei es über die Hautfarbe, Herkunft, den Beruf oder die Religion eines Menschen. Doch woher kommen sie? Dazu hilft es sich zu überlegen, wann sie wieder verschwinden. Genau – wenn man einen Menschen genauer kennen lernt, und merkt: Die Einzigartigkeit eines Menschen passt eben doch in keine Schublade. Vorurteile und Klischees entstammen oft keiner bösen Absicht, sondern sind eine Möglichkeit Unbekanntes und Fremdes einzuordnen und zu bewerten. Wenn jedoch Neugier und Begeisterung für “Andere” geweckt werden, dann weicht Fremdes bald Vertrautem, können wir unser Gegenüber kennen und schätzen lernen. Und dann finden Vorurteile und Klischees keinen Platz mehr.

Wir bemühen uns daher darum, Begegnungen zwischen Menschen in Deutschland und Tansania zu vermitteln. Dies geschieht bis jetzt vor allem über uns als Vermittler von Informationen und Kontakten, soll aber auf eigenständigen Austausch oder Freundschaften zwischen Schüler*innen beider Länder abzielen. Denn nur so kann auf Dauer ein gegenseitiges Verständnis für Probleme und Nöte, aber auch Chancen und Hoffnungen wachsen und eine fruchtbare Zusammenarbeit gestaltet werden.

Konkret vermitteln wir Brieffreundschaften träumen davon sogar einmal einen Schüler- oder Studentenaustausch zu organisieren, sodass neue und vielfältige Tansania- und Deutschlandbilder entstehen können.

Direkter Kontakt und Herzblut

Unser Projekt lebt von der Echtheit des Kontakts und den persönlichen Verbindungen zwischen Menschen aus Deutschland und Tansania. Als allererstes ist hier natürlich die Verbindung zwischen uns ehemaligen Weltwärts-Freiwilligen und den Tansanier*innen zu nennen, die wir während unseres Aufenthaltes kennen lernten. Aber dieses Netz soll wachsen, durch die Schüler*innen und Schulen in Deutschland und Tansania, die durch unseren Verein erste Kontakte knüpfen können. Bisher ist es uns leider nur möglich Projekttage in Deutschland „über“ Tansania zu machen. Unser Traum ist es, dass auch Tansanier, die beispielsweise im Rahmen eines Austauschs in Deutschland gelebt haben, solche Projekttage zum ersten Kennenlernen Deutschlands in Tansania durchführen können.

Wir hoffen, dass aus der Authentizität der vielfältigen Begegnungen ein wachsendes globales Miteinander entsteht, innerhalb dessen sich beide Seiten mit Freude und Verständnis füreinander einsetzen. Konkret hoffen wir, die Schüler*innen mit der Begeisterung für die Unterschiedlichkeit der Welt und für persönliche Verbindungen zwischen Menschen, egal von welchem Teil der Welt sie stammen, anzustecken.

Bildung in Deutschland und Tansania

Für beide Länder sehen wir große Chancen in einer gut ausgebildeten, unabhängig denkenden, jungen Generation, die die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stärken und neu definieren kann. Mehr Kindern und Jugendlichen dieser Generation in Tansania diese Chance zu eröffnen, indem wir sie bei ihrem Weg durch das tansanische Bildungssystem unterstützen, ist ein Eckstein unseres Projekts. Dabei wissen wir, dass das tansanische Bildungssystem genauso wenig perfekt ist, wie unser deutsches, hoffen aber, dass es den neuen Generationen immer wieder gelingt, es zu verbessern. Außerdem hoffen wir, dass es Kindern und Jugendlichen, die durch unser Projekt unterstützt wurden, später möglich sein wird, selber andere zu unterstützen und an unserer Vision mitzuarbeiten.

Unsere Vision für die Arbeit in Deutschland ist, dass wir Schüler*innen neugierig machen können auf die Welt. Dass das Wissen und die Erfahrungen, die wir während unseres Auslandsaufenthalts sammeln konnten, weitergegeben werden. Dass die Schüler*innen selber aktiv werden, weiter darüber nachdenken und weitererzählen, was sie erfahren haben und vielleicht sogar eigene Projekte entwerfen. Dass sie durch den „Blick über den Tellerrand“ eine neue Perspektive auf viele Dinge erfahren und ein Bewusstsein für die Privilegien beispielsweise eines guten und kostenlosen Bildungssystems entwickeln.

Wir hoffen, dass viele unserer Visionen den Weg in die Wirklichkeit finden werden – auch wenn einige nur Träume bleiben mögen.