Projekttag in der Grundschule Wakendorf bei Hamburg: Ein Tag in Tansania

Im Rahmen unseres Fortbildungsseminars im Frühjahr führten wir als Gruppe von 9 BILENUs einen Projekttag in der Grundschule Wakendorf durch. Von 8 bis 13 Uhr reisten die 80 Schüler*innen der vier Jahrgangsstufen mit uns nach Tansania und erlebten in 6 Stationen hautnah verschiedene Aspekte rund um das Leben in Ostafrika.

Beim Lesen oder Hören von Tagesabläufen und Steckbriefen von tansanischen Grundschulkindern konnten die Schüler*innen sich und ihren Alltag direkt mit dem der tansanischen Kinder vergleichen. Zudem lernten sie bei der Sprachstation einen Dialog auf Kisuaheli und konnten im Schauspiel auch Traditionen in Kleidung und Verhalten kennenlernen.

Bei der Geographie-Station drehte sich alles um das Ziel unserer Reise – Tansania. Bilder der klassischen Sehenswürdigkeiten wie des Kilimanjaro, der großen Seen, des Indischen Ozeans, von Sansibar und den Nationalparks wurden gezeigt und ein paar Scheine und Münzen in der tansanischen Währung – Shilling – wurden betrachte und in die Hand genommen. Bei dem bekannten Quizformat „1, 2 oder 3“ konnte das Gelernte direkt angewendet werden. Wusstet Ihr, dass Tansania zweieinhalb Mal so groß ist wie Deutschland, aber nur halb so viele Einwohner hat? Die Kinder müssten es jetzt wissen und Euch auch die Bedeutung der Flagge erklären können: Grün steht für das fruchtbare Land, Blau für den indischen Ozean, Schwarz für die afrikanische Bevölkerung und Gelb für die Bodenschätze.

Beim Tiermemory galt es Größe, Gewicht und Nahrung dem richtigen, in Tansania lebenden Tier zuzuordnen. Der afrikanischen Elefant (kiswaheli: tembo) beispielsweise wird sechs bis sieben Meter lang, drei Meter hoch, fünf bis sechs Tonnen schwer und frisst Gräser, Früchte, Rinde und Blätter. Er kann bis zu 30 Jahre alt werden und 10 Liter Wasser mit dem Rüssel aufnehmen! Die großen Ohren dienen übrigens zum Abkühlen, damit ihm bei dem teilweise tropischen Klima in Tansania nicht zu heiß wird.

Bei der Spielestation ging es darum, wie gut man Wäsche mit der Hand waschen und Gegenstände auf dem Kopf transportieren kann. Bei einer Abwandlung von „Reise nach Jerusalem“ konnten die Schüler*innen miterleben, wie viele Menschen in einen öffentlichen Kleinbus in Tansania passen (Antwort: Sehr viele!).

Koordination war bei der Musikstation gefragt: Singen auf Kisuaheli, dazu eine Schrittfolge und Klatschen im Takt. Alle durften auch mal auf der tansanischen Trommel ihr Rhythmusgefühl unter Beweis stellen. Zum Abschluss bebte das Schulhaus als alle gemeinsam nochmal das gelernte Lied zum Besten gaben.

Sowohl die Kinder als auch wir hatten großen Spaß und sicher waren alle nach dem Tag um einige Informationen und Erfahrungen reicher.