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„Reise um die Welt“ macht Halt in Tansania

Saarland, 07. August 2017: In Völklingen veranstaltete das Landesjugendwerk der AWO Saarland eine zweiwöchige „Reise um die Welt“ – da durfte ein Halt in Tansania natürlich nicht fehlen, und so wurden wir für einen Tag als Referenteninnen eingeladen.

Nach dem Frühstück und einem kleinen Kennenlernspiel ging es auch schon los: Mit einer kleinen Bildershow und passender tansanischer Hintergrundmusik konnten die 26 Kinder – alle zwischen fünf und zehn Jahre alt – einen ersten Eindruck von dem Land gewinnen, das es an diesem Tag zu erforschen galt.

Spannendes aus Tansania

Danach wurden drei Gruppen gebildet: die Löwen, die Nashörner und die Elefanten. So zogen die Teams von Station zu Station, an denen sie Neues über die Tiere, das Land und Leben sowie die Musik Tansanias spielerisch lernen konnten. Schnell lernten die Kinder so manch ein Wort auf Kiswahili, denn was gesungen wird, soll natürlich auch verstanden werden. Auch das eigene Vorwissen wurde auf die Probe gestellt: Was ist schwerer, das Nashorn oder das Nilpferd? Gar nicht so einfach! Und wo liegt Tansania überhaupt? Wie sieht die Landschaft aus? Wie hoch ist der Kilimanjaro und wie baut man Zimt oder Muskat an? All das konnten die Kinder an den Stationen erfahren.

Zum Mittagessen gab es „wali marahage“ – Reis mit Bohnen; dazu Spinat und Kochbananen, richtig tansanisch!

Perlen aus Altpapier (Paperbeats)

Nach der Stärkung konnten sich die Kinder am Nachmittag frei zwischen verschiedenen Aktionen entscheiden: Perlen aus buntem Altpapier basteln; einen eigenen Fußball nur aus Plastiktüten und Schnur herstellen, wie es die Kinder in Tansania machen; mal in tansanischer Kleidung Dinge auf dem Kopf tragen oder Mandazi (eine Art tansanischer Krapfen) backen.

Ein Fußball mal anders

Dann war es auch schon Zeit für das Abendessen, zu dem es neben Brot, Aufschnitt und den zuvor selbst gebackenen Mandazi auch frittierten Manjok gab.

Im Flug war der Tag dann auch schon vorbei und wir konnten zufrieden nach Hause fahren!

Projekttag in Remchingen

Am 07.07.2017 war BILENU wieder im Gymnasium Remchingen zu Gast. Mit 6 motivierten Schülerinnen der Gruppe „Fair for the World“ konnten wir uns 4 Schulstunden mit Tansania in all seinen Facetten auseinandersetzen.

Bild 2 Annika Remichgen 07.2017
Eindrücke aus Tansania

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, so konnten die Schülerinnen zu Beginn eine Auswahl an Bildern betrachten und sich „ihr Lieblingsbild“ aussuchen. Warum hast du genau dieses ausgewählt und was sieht man überhaupt? – Neben bekanntem Vorwissen, konnten hier direkt Fragen eingebracht und Erklärungen gegeben werden. Anschließend wurde „Welt“ gespielt. Wie verteilen sich Einwohner, Vermögen und Energieverbrauch auf die Kontinente der Erde? Eine schwierige Frage, der sich die 7. und 9. Klässerinnen stellen mussten und manches Ergebnis überraschte am Ende alle. Doch eins war sonnenklar – es geht sehr ungerecht zu auf dieser Welt!

Bild 1 Remichigen
„Wir spielen Welt“

Die große Pause nutzen wir für ein faires Frühstück: Kakao, Organgensaft, Bananen, Honig, Schokoladenaufstrich alles fair-trade und sehr lecker und auch ein paar tansanische Krapfen „mandazi“ wurden probiert.

Frisch gestärkt lernten wir Tansania kennen. An verschiedenen Stationen konnte mehr zur Geographie, Geschichte, dem Gesundheits- und Bildungssystem, der Wirtschaft und Politik des ostafrikanischen Landes erfahren werden. Und auch den Mini-Kiswahilikurs wollte sich keiner entgehen lassen.

Nach der Stationsarbeit versuchten wir das gelernte auf BILENU anzuwenden. Warum können manche Jugendliche in Tansania nicht zur Schule gehen? Was für Grunde haben sich in den Stationen ergeben? Was sind evt. Gründe, die im Bildungssystem, der Politik, dem Gesundheitssystem, der Wirtschaft Tansanias begründet sind, und was sind familiäre Gründe? Direkt konnte das Wissen angewandt werden und es wurde klar, das ist doch alles komplizierter als gedacht.

Zum Abschluss stellten sich drei tansanische Jugendliche in Portraits vor. Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Jugendlichen hier in Deutschland und in Tansania? Am Ende sind die Träume von einem guten Beruf und einem sicheren Leben doch die gleichen auf der ganzen Welt.

Ein gelungener Tag, wir freuen uns auf’s nächste Mal!

Spielerisches Lernen im Hort am Rosengarten

Zuerst wurde das Sprachverständnis der Kinder auf die Probe gestellt: Sie lernten sich auf Kiswahili vorzustellen. Abwechslungsreiche Fotos aus Tansania gaben dann Einblick in die Landschaft, Alltagsprozesse und Abläufe des Lebens vor Ort. Die beiden Projekttagsbegleiterinnen Ina und Jeannine kommentierten und berichtigten zuvor Gesagtes durch eigene Erfahrungsberichte.

Material

An Themenstationen begegneten den Grundschüler*innen dann weitere Facetten des ostafrikanischen Landes. So setzten sie sich mit dem Tagesablauf eines tansanischen Kindes auseinander. An einer weiteren Station wurde ihr Wissen über Tansania geprüft: Durch ein Quiz erhielten die Kinder reichliche Informationen und so auch ein differenziertes Bild. Die Kinder wurden auf den fälschlichen Gebrauch von Afrika-Stereotypen und Verallgemeinerungen innerhalb der Stationsarbeit aufmerksam gemacht. Auch der praktische Teil kam nicht zu kurz: Die Kinder wurden aufgefordert, Erdnüsse zu schälen, Steinchen aus dem Reis zu sortieren und Wassereimer auf dem Kopf zu transportieren.
Wir haben Spaß!Wassertransport

Der Nachmittag endete mit einem tansanischen Fest mit Bongo – Flava-Music, Smoothies, Chapati (tansanische Eierkuchen), selbstgeschälten Erdnüssen und natürlich Mandaazi (tansanisches Gebäck).Unser tansanisches Fest

Wir bedanken uns für den schönen Vormittag im Hort Rosengarten!

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